531 Zuschauer sehen 1:1 im Derby gegen Salchendorf

TSV Weißtal – SV Germania Salchendorf 1:1
„Wir sind weiterhin vier Punkte vor Salchendorf“, grinste Weißtals Spielertrainer Konstantin Volz nach dem 1:1-Unentschieden und der verteidigten Tabellenführung in der Bezirksliga 5, wenngleich der Kiersper SC nach seinem Erfolg über die Reserve von RW Hünsborn nun gleichgezogen ist. 531 Zuschauer säumten die Ränge in der Henneberg-Arena – was für eine tolle Kulisse im eher tristen November und ein Beweis dafür, wie sehr das prestigeträchtige Derby der beiden Nachbarn „zieht“, welches aufgrund der spielerischen Leistungen auch leistungsgerecht endete, die Heimelf aber die deutlich besseren Torchancen besaß.

„Wir hätten es in der ersten Halbzeit verdient gehabt, in Führung zu gehen. Die ging klar an uns, das war extrem gut, die zweite Hälfte ging dann aber auch leicht an Salchendorf. Daher ist das Ergebnis gerecht“, resümierte Volz, sein Gegenüber Thomas Scherzer stimmte zu: „Im ersten Abschnitt war Weißtal aggressiver und bissiger, im zweiten Durchgang haben wir uns höher gestellt, womit der TSV dann gar nicht mehr zu Recht gekommen ist, sodass das Unentschieden okay geht.“

Die Anfangsphase bestimmten die Hausherren – Salchendorfs Max Bauer klärte in höchster Not einmal auf der Linie (7.) – die Führung gelang aber den Gästen: Ecke Thomas Klöckner, Bauer verlängert am kurzen Pfosten, Alexander Völkel staubt aus einem Meter zum 0:1 ab. Das war nach 12 Minuten, zwei Zeigerumdrehungen später zeigten dann aber auch die Schneeweißen, dass sie Standards können: Ecke Jan-Michael Moses, Kopfball Daniel Singhateh aus drei Metern, 1:1! Was für ein Start in ein Derby, welches im ersten Durchgang bessere, weil passsichere, aber auch mit mehr Durchsetzungsvermögen agierende Weißtaler sah, die durch Schardt-Ersatz Singhateh (33.), Moses (36.) und Nico Hermann (44.) dem 2:1 deutlich näher waren als die Johannländer, bei denen lediglich Bauer mit einem Fallrückzieher aus sechs Metern – der genau auf Keeper Marcel Schneider zielte – Gefahr heraufbeschwor.

Die Germanen kamen dafür besser in Halbzeit zwei herein, Volz klärte einmal in höchster Not fast ins eigene Gehäuse (59.), ließen es aber – wie im gesamten Spielverlauf – rund um den gegnerischen Strafraum an Präzision und dem Zug zum Tor vermissen, während die Weißtaler es nicht mehr schafften, Druck aufzubauen und sich in einigen Phasen in die eigene Hälfte zurückgedrängt sahen. Einmal wurde es aber im TSV-„Sechzehner“ noch so richtig knifflig: Nach 61 Minuten stürmte Benedikt von Fugler in den selbigen und wurde dann von Alexander Husser gestoppt. „ Das war so ein glasklarer Elfmeter. Der wird ja umgerannt. Wenn das kein Elfmeter ist…“, regte sich Scherzer auf, währenddessen Volz erklärte: „Alex spielt den Ball weg und steht dann im Laufweg des Gegners. Spielt er ihn nicht, ist es ein klarer Elfmeter, aber so kann er sich ja nicht in Luft auflösen. Das ist in meinen Augen kein Strafstoß.“

Strafstoß oder nicht? Schiedsrichter Kevin-Lars Papiorek, der viele Zweikämpfe zu bewerten hatte und seine Sache gut machte, entschied sich dafür, weiterlaufen zu lassen, auch im weiteren Verlauf war die Partie nun zerfahren. Zielstrebiger wirkte aber fraglos der Spitzenreiter: Hermann stand nach 77 Minuten urplötzlich völlig blank am zweiten Pfosten, nickte die Moses-Flanke aber drüber statt rein. Zudem scheiterten Volz und Manuel Jung bei einer Doppelchance (80.) an SVG-Hüter Dustin Lohmann, dessen Teamkollege Jan-Philipp Gelber als Abwehrorganisator eine genau so brillante Partie ablieferte wie auf der Gegenseiten Rechtsverteidiger Paul Wadolowski.

Am Ende konnten beide Nachbarn mit dem Remis leben, welches tabellarisch dafür sorgte, dass es nun an der Spitze der Bezirksliga wieder richtig eng zu geht: Die Weißtaler müssen sich den Platz an der Sonne mit Kierspe teilen, die Salchendorfer bleiben weiter dran!

Schiedsrichter: Kevin Lars Papiorek (SV Netphen) – Zuschauer: 531
Tore: 0:1 Alexander Völkel (12.), 1:1 Daniel Singhateh (14.)

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TSV Weißtal II – SV Grün-Weiß Eschenbach 6:1
„Die erste Halbzeit war noch schwierig für uns, da hat Eschenbach oft mit langen Bällen auf Marvin Weber agiert. Auf Grund der zweiten Hälfte und unserer konditionellen Vorteile geht der Sieg aber letztlich auch dieser Höhe in Ordnung, da uns zwei Treffer aberkannt wurden, wo aus meiner Sicht kein Abseits vorlag“, erläuterte Weißtals Trainer Bernard Krasniqi. Die erste Weißtaler Führung durch Julius Spork (3.) vermochte Eschenbach noch durch Marvin Weber auszugleichen, doch danach brachten abermals Julius Spork (24.) sowie David Sting (78.), Max Schwunk (86./90.) und Martin Harazim (88.) den 6:1-Sieg der Platzherren unter Dach und Fach.

Schiedsrichter: Philipp Wohlmann
Tore: 1:0 Julius Spork (3.), 1:1 Marvin Weber (14.), 2:1 Julius Spork (24.), 3:1 David Sting (78.), 4:1 Max Schwunk (86.), 5:1 Martin Harazim (88.), 6:1 Max Schwunk (90.)

(Quelle: fupa.net/suedwestfalen)

TSV Weißtal III – SV Setzen III 5:2

Unsere Dritte Welle feierte einen 5:2-Erfolg über den Tabellenzweiten SV Setzen 3., den Michael Seelbach (15.), Benjamin Schwarz (44. und 78.), Dennis Neef (53.) und Martin Schlemper (57.) zementierten, während die Gegentreffer von Johannes Bäumer (32.) und Fabian Stapper (60.) nur ein schmuckes Beiwerk für die Gäste waren.