Erste beim starken Aufsteiger Setzen, Zweite auf „Asche“, Dritte vor Lokalderby

Zwei Spiele – zwei Siege. So lautet die Bilanz der letzten Wochen, sowohl des SV Setzen, als auch des TSV Weißtal. Eine „Mini-Serie“ wird also am Sonntag zu Ende gehen. Während der Aufsteiger mit 17 Punkten den sechsten Rang belegt, liegt der TSV mit einem Punkt weniger auf Tabellenplatz acht. Es kommt also zu einem Duell auf Augenhöhe, was durchaus überraschend ist. Denn vor der Saison hatten etliche Experten den SVS als eines der Teams auf der Rechnung, das um die Plätze im Tabellenkeller mitspielt. Bis jetzt sind diese Prognosen alles andere als zutreffend, denn der Aufsteiger spielt eine wirklich starke Saison und hat sich eine gehörige Portion Respekt erarbeitet, unter anderem auch von Weißtals Spielertrainer Konstantin Volz: „Was Jan Fünfsinn und seine Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf für Ergebnisse erzielt haben, davor kann man nur den Hut ziehen. Setzen ist für mich bisher das Überraschungsteam der Liga.“ Wie stark die Setzer einzuschätzen sind, zeigt die Tatsache, dass die letzten beiden Siege nicht gerade gegen Laufkundschaft errungen wurden. So hatten mit Attendorn und Drolshagen zwei Teams das Nachsehen, die oben mitspielen.

Entsprechend gewarnt schickt Volz seine Mannen daher in die Partie: „Sie haben die Aufstiegseuphorie mitgenommen und zuhause drei ihrer fünf Siegen eingefahren. Setzen profitiert von geschlossenem Zusammenhalt, zudem erwarten wir eine Mannschaft, die ans Limit geht.“ Die Henneberg-Elf fährt also „mit Respekt, aber ohne Angst“ nach Setzen. „Wir sind nach unserer Niederlagen-Serie wieder in die Spur gekommen und haben, die Pokalpartie am Mittwoch mitgerechnet, zuletzt drei Pflichtspiele in Folge gewonnen. Gerade gegen Eiserfeld haben wir im Defensivverbund sicher gestanden und uns keine groben Schnitzer erlaubt.“ Mit einer ähnlichen Einstellung rechnet sich Volz für die schwere Auswärtsaufgabe daher was aus: „Wir müssen an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Unser Ziel ist es, unsere kleine Siegesserie weiter auszubauen, auch wenn es am Sonntag alle andere als einfach wird. In Setzen wird uns nichts geschenkt. Ich denke, dass uns die Siege gut getan haben und die Jungs wieder selbstbewusster auftreten.“

Während Volz wegen der fünften Gelben Karte sein Team vom Rand coachen muss und Julian Kucharske weiterhin verletzt fehlt, kann die Henneberg-Elf auf den kompletten Kader zurückgreifen.

Während die Sieges-Serie der Ersten Mannschaft noch recht überschaubar ist, währt die der Zweiten schon etwas länger. Nach fünf Erfolgen in Serie (!) peilt die Mannschaft von Trainer Marek Gajdzis Sieg Nummer 6 ein. Einfach dürfte dieses Vorhabens beim TuS Diedenshausen auf einem der mittlerweile selten gewordenen Hartplätze aber nicht werden(Anstoß 15.00 Uhr). Auf dem roten Geläuf dürften eher die Grundtugenden „Kampf und Einsatz“ gefordert sein als die „feine Klinge“.

Gar nicht weit zu fahren hat die Dritte Mannschaft, sie gastiert bei der Zweitvertretung des Nachbarn Anzhausen / Flammersbach (Anstoß 12:30 Uhr) zum Lokalderby. Dritte und Zweite marschieren übrigens im Gleichschritt, auch die Könsgen-Elf hat zuletzt fünfmal in Folge gewonnen und stellt mittlerweile das Team mit der zweitbesten Offensive der Liga.

 

Drücken wir die Daumen, dass die Siegesserien unserer Seniorenteams am Sonntagabend weiter Bestand haben werden.