Halle: TSV wird Dritter in Freudenberg

Immerhin! Mit einem sehr guten dritten Platz beendete unsere Erste Mannschaft den Sport-Schulze-Cup Fortuna Freudenbergs und durfte sich über 200€ für die Mannschaftskasse freuen.

Hier der Bericht von fupa/Suedwestfalen:

Alles war perfekt hergerichtet in Büschergrund. Den Kunstrasen hatten die vielen fleißigen Helder verlegt, die Banden standen, vor der Halle gab es leckere Speisen, in der Halle ebenfalls beste Verpflegung. „Der Aufwand ist schon riesig“, merkte Christian Janusch, der 1. Vorsitzende am Samstagabend, dem ersten von insgesamt 14 Turniertagen der Freudenberger Fortuna, an, die sich hingegen auf dem Spielfeld anschickten, „schlechte“ Gastgeber zu sein, bis ins Finale vorstießen, dort aber aber am Ende doch recht deutlich den Kürzeren zogen.

„Erbarmen – zu spät, die Hesse kommen“, hätte es nach dem Finale eigentlich aus der Musikanlage dröhnen müssen, doch wahrscheinlich hatte der DJ vor dem Turnier den FC Dorndorf genau so wenig auf seiner Rechnung, wie vermutlich auch die leider nur knapp 170 Zuschauer in der trotzdem recht voll wirkenden Schulturnhalle. Der hessische Gruppenligist, verortet zwischen Westerburg und Hadamar, räumte mächtig ab, füllte nicht nur seine Mannschaftskasse um 400 Euro auf, sondern auch nach Turnierschluss die Kehlen mit zwei Fünf-Liter-Fässer Gerstensaft, die Florian Hammel, der zuletzt in Diensten des 1. FC Kaan-Marienborn stand, als bester Keeper und Robin Reifenberg als bester Torschütze neben dem Turniersieg auch noch einheimsten.

Gegen die Effektivität der Dorndorfer war kein Kraut gewachsen. Das musste der TSV Weißtal im Halbfinale bei der 3:5-Niederlage feststellen (TSV Co-Trainer Markus Waldrich: „Wir hatten gefühlt 15:5 Chancen, aber treffen trotz schöner Kombinationen nicht“). Und auch Bezirksliga-Rivale Fortuna Freudenberg war im Finale nicht die schlechtere Mannschaft, wurde aber ausgekontert und musste sich mit 0:3 geschlagen geben. Miki Koyan (2) und Mohammad Kazerooni machten aus wenig doch ziemlich viel, während die Freudenberger die Partie ausgeglichen gestalteten, aber ihre Chancen nicht zu nutzen wussten.

„Ich hätte nach den ersten zwei Vorrundenpartien nicht damit gerechnet, dass wir soweit kommen. Wir haben uns rein gekämpft“, freute sich Coach Dominic Solms nach dem im Neunmeterschießen gewonnen Halbfinale gegen Landesligist Rot-Weiß Hünsborn, der erst 62 Sekunden vor Ende durch Daniel Niklas die Führung von Timo Dreisbach ausgleichen konnte, dann aber im Neunmeterschießen das eine mal Nerven zeigte. Sascha Dapprich parierte einen „Neuner“ gegen Kevin Becker und brachte die Flecker somit ins Endspiel, während die Weißtaler im anderen Semifinale trotz dreier Hütten von Patrick Schneider (2) und Simon Grisse und einer guten Partie gegen den späteren Turniersieger den Kürzeren zogen.

Immerhin: Die “Schneeweißen” aus Rudersdorf und Gernsdorf sicherten sich im Neunmeterschießen gegen Hünsborn Platz drei. Die Rolle des Favoriten hatte vor dem ersten Anpfiff die SG Finnentrop/Bamenohl, doch beim Blick auf das kickende Personal wurde schnell deutlich, dass der der Westfalenligist lediglich mit seiner A-Junioren-Truppe und zwei, drei „Seniorenverstärkungen“ den doch recht stumpfen Kunstrasen betrat. „Es ist schon unglücklich“, fand Christian Janusch noch moderate Worte, denn im Vorfeld waren die Fortunen nicht informiert worden, dass die erste Garde von “Finn/Bam” in Nümbrecht zeitgleich ein besser dotiertes Turnier spielte.

Das war am Ende nur eine, zweifelsfrei unschöne, Randnotiz, denn die Blicke richteten sich auf den FC Dorndorf. Auch ohne den vergessenen Song der Rodgau Monotones aus den 80er Jahren.