Erste gewinnt bei Germanen 6:1 und wird Dritter

Unsere Erste Mannschaft belegte beim Salchendorfer Germanen-Cup einen sehr guten dritten Platz und schlug zum Abschluss des Turniers Bezirksliga-Konkurrent Germania mit 6:1. Zudem erhielt Lars Schardt die Torjägerkanone.

Hier der Bericht vun fupa sowie Bilder von Julian Kaiser:

Landesligist VSV Wenden hat seinen Titel beim Germanen-Cup erfolgreich verteidigt. Im Finale des Vorbereitungsturniers des SV Germania Salchendorf setzte sich der Vorjahressieger gegen seinen Klassenrivalen Rot-Weiß Hünsborn mit 3:0 durch und sicherte sich das erste Preisgeld in Höhe von 1200 Euro. Dritter wurde Bezirksligist TSV Weißtal durch einen 6:1-Triumph im „kleinen Finale“ gegen Gastgeber Germania Salchendorf, während A-Ligist SV Netphen das Duell um Rang 5 gegen Germania Salchendorf 2. mit 4:1 für sich entschied. Statt des angesetzten Preisgeldes von 500 Euro nahmen die Netphener aber nur 300 Euro mit in die heimische Schmellenbach-Kampfbahn, da das Team am Freitagabend nicht antrat. „Die SVN-Mannschaft hat 125 Euro zurück gespendet, das ist zweifellos eine noble Geste – wir haben aber zusätzlich 75 Euro einbehalten, weil uns erhebliche Einahmeverluste entstanden sind“, erläuterte Rainer Klein vom Förderverein „D’r Germane“, der das Turnier auf dem Wüstefeld-Sportplatz seit vielen Jahren organisiert und ausrichtet.

 

„Alles in allem war es diesmal ein schwieriges Turnier für uns – einmal durch die extremen Temperaturen, dann durch die Absage des SV Netphen, aber auch von unserer eigenen 1. Mannschaft hatten wir uns mehr versprochen“, so Rainer Klein. „Das Turnier ist etwas in die Jahre gekommen, es wird immer schwieriger, ein attraktives Teilnehmerfeld auf die Beine zu stellen, weil wir alle letztlich im selben Teich fischen. Mit insgesamt rund 500 Zuschauern können wir aber noch einigermaßen zufrieden sein. Eventuell müssen wir uns mal über ein neues Format Gedanken machen“, erklärte der „Ur-Germane“ im Gespräch mit FuPa Südwestfalen.

Der Finaltag im Überblick:

Spiel um Platz 5 SV Netphen – Germania Salchendorf 2. 4:1 (2:0) „Matchwinner“ auf Netphener Seite war der dreifache Torschütze Janik Zöller (25.; Foulelfmeter, 44. und 70.), für das 3:0 zeichnete Tevin Wagner (65.) verantwortlich. Den Ehrentreffer für die Germanen-Reserve besorgte Martin Schlemper (90.). „Nach den akuten Personalproblemen unter der Woche haben wir das ganz gut gemacht und unter dem Strich auch verdient gewonnen“, resümierte Netphens Trainer Stephan Schwarz. Spiel um Platz 3 Germania Salchendorf 1. – TSV Weißtal 1:6 (0:3) Der TSV Weißtal setzte im Hinblick auf die Bezirksliga-Saison ein bemerkenswertes Ausrufezeichen, wobei beide Mannschaften auf Stammspieler verzichten mussten. Zum Top-Scorer avancierte auch heute wieder Lars Schardt (30., 35. und 56.), der sich beim Germanen-Cup in blendender Verfassung präsentierte und sich mit insgesamt sieben „Buden“ die Torjägerkanone und ein Fässchen Gerstensaft sicherte. Außerdem trafen für Weißtal Jan-Michael Moses (44.), Daniel Adamek mit einem feinen Winkelschuss (70.) und Daniel Singhateh per Kopf nach Ecke von Moses (83.), während Jonathan von Fugler (66.) für Salchendorf zwischenzeitlich auf 1:4 verkürzte. „Wollt ihr jetzt vielleicht noch Kaffee und Kuchen gereicht bekommen?“, brüllte ein offensichtlich reichlich bedienter Salchendorfer Zuschauer nach dem 1:6 in Richtung der Germanen-Hintermannschaft.

„Wir sind mit dem 3. Platz sehr zufrieden. Vor uns sind nur zwei Landesligisten gelandet, und auch unsere Leistung beim 2:3 gegen Hünsborn war sehr ordentlich. Es war eine schöne Sache, bei diesem Turnier auf gute Gegner zu treffen, gerade ein Derby gegen Germania Salchendorf an einem Sonntag hat schon etwas von Bezirksliga-Flair. Dieses Match haben wir hoch konzentriert und sehr souverän bestritten“, freute sich Weißtals spielender Trainer Konstantin Volz, der heute aber draußen blieb. Weniger zufrieden war naturgemäß sein Salchendorfer Trainerkollege Thomas Scherzer: „Zum Turnier kann ich nicht viel sagen, denn wir haben ja nur zwei Mal gespielt. Zwei Spiele, zwei Niederlagen – natürlich ist das keine gute Bilanz. Es hätte besser laufen können, wenn wir nicht mehrere Stammspieler hätten ersetzen müssen, gerade unsere Truppe heute war doch ziemlich bunt zusammengewürfelt. Ich will nichts beschönigen, aber auch nicht den Stab über unsere Mannschaft brechen. Auch aus einem solchen Spiel wie gegen Weißtal kann man Erkenntnisse ziehen, und die gilt es nun auszuwerten.“

Finale VSV Wenden – Rot-Weiß Hünsborn 3:0 (2:0) Den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung legte Wenden bereits vor der Pause durch Treffer von Redouane El Alami (23.) und Andre Schilamow (33.). Gerade in einer Phase, als Hünsborn dem Anschlusstreffer nahe schien, machte Christian Runkel (75.) mit dem 3:0 alles klar. „Meine Jungs gehen am Stock“, bekannte Wendens Trainer Manuel Fernholz. „Ich möchte aber vor allem vor der Leistung der Hünsborner meinen Hut ziehen, denn die haben am Samstag nochmal das volle Programm beim Gemeindepokal abgerissen – da war der eine freie Tag schon ein Vorteil für uns. In der ersten Halbzeit fand ich uns stärker, da haben wir nicht viel zugelassen und hätten sogar noch höher führen können. Nach der Pause hat Hünsborn nochmal alles rausgehauen, großen Respekt dafür. Wir haben in dieser Phase etwas unsere Linie verloren. Es gibt noch einiges zu tun, wobei wir im Spiel nach vorn schon recht schnell und gut unterwegs sind. Dank auch an unsere 2. Mannschaft für die Unterstützung.“

Hünsborns Übungsleiter Andreas Waffenschmidt ging derweil absolut entspannt mit der Finalniederlage und der hohen Belastung um: „Dadurch, dass uns bis auf zwei Spieler fast der komplette Kader zur Verfügung stand, konnten wir die Spielzeiten recht gut verteilen – und trainiert hätten wir ohnehin.Wir sind hier in Salchendorf glücklich ins Endspiel gekommen, und in dieses sind wir gar nicht gut reingekommen. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, dass Wenden uns am Leben gehalten hat. Dafür fans ich es klasse, wie sich unser Team im zweiten Durchgang nochmal gegen die Niederlage gestemmt hat. Schade, dass wir dann mit einem Fehlpass das 0:3 selbst eingeleitet haben. Jetzt ist eine harte Woche Woche vorbei, aber seien wir doch mal ehrlich: Jede Einheit, die man im Trikot absolviert, macht mehr Spaß als Training…“