Alle drei Senioren-Teams auswärts – Dritte vor Spitzenspiel

Der drittletzte Spieltag der Saison 2018/19 steht an, zum vorletzten Mal gehen die Senioren-Teams des TSV in diesem Spieljahr auf Reisen. Den weitesten Weg hat zweifelsfrei die Erste Mannschaft zurückzulegen, sie gastiert im Märkischen Kreis beim Kiersper SC. Der ehemalige Landesliga-Kontrahent des TSV hatte zwischenzeitlich mal Kontakt zu den Abstiegsrängen, das Team von Trainer Marco Carbotta hat sich aber gefangen, steht mittlerweile auf einem gesicherten Mittelfeldplatz (Platz 10) und ist praktisch gerettet. Etwas weiter oben angesiedelt ist der TSV, der in der letzten Woche nach drei sieglosen Partien erstmals wieder punkten konnte. Und das gleich mit einem Ergebnis, worauf manches Eishockey-Team stolz gewesen wäre, nämlich mit 7:4 gegen den SV Setzen. Spielertrainer Konstantin Volz sieht dieses Spiel mit eher gemischten Gefühlen: „11 Tore sind für den Zuschauer erstmal eine super Sache, auch über die drei Punkte meckern wir nicht. Dass wir den Gegner aber nach einer souveränen 4:0 Pausenführung quasi im zweiten Durchgang zum Toreschießen einladen, hat uns nicht gefallen. Wir haben das während der Woche angesprochen und ich hoffe, dass sich so eine Defensivleistung nicht wiederholt, wobei ich damit nicht explizit die Abwehrspieler anspreche, die nur das letzte Glied in der Kette waren. Wir sollten schnellstens wieder dahin kommen, dass wir als Einheit angreifen und auch als Einheit verteidigen.“ Die Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich am Sonntag. „Kierspe ist unangenehm zu bespielen. Trotzdem fahren wir dorthin, um zu punkten.“ Der Kader ist weiterhin ausgedünnt, im Gegensatz zur Vorwoche fehlt noch Simon Grisse aus privaten Gründen, wodurch Volz so langsam die Alternativen in der Offensive ausgehen. „Letzte Woche hat Daniel Singhateh schon im Sturmzentrum gespielt, mal schauen, was wir am Sonntag machen. Irgendwas fällt uns aber schon ein.“ Wenn es für beide Mannschaften nicht mehr um Abstieg oder Meisterschaft geht, können schöne Spiele dabei rauskommen oder ein „Sommerkick“. Für die Zuschauer sei Ersteres zu hoffen. Weißtals Coach verspricht jedenfalls die richtige Einstellung. „Für einen Sommerkick ist es etwas zu kalt. Also geben wir Gas und versuchen unseren Platz als beste Siegerländer Mannschaft zu verteidigen.“

Um etwas mehr geht es beim Gastspiel der Zweiten Mannschaft. Für das Team von Spielertrainer Bernard Krasniqi zwar nicht mehr unbedingt, aber der Gegner FC Kreuztal möchte zurück in die Kreisliga A und belegt derzeit mit drei Punkten Vorsprung den „Platz an der Sonne“ gegenüber Sportfreude Eichen / Krombach. Krasniqi und seine Mannen werden dem Tabellenführer die Punkte nicht kampflos überlassen, schließlich wollen sie sich mit einer Platzierung unter den „Top Five“ in die Sommerpause verabschieden und dafür muss in den ausstehenden Partien noch gepunktet werden.

Um einiges mehr geht es bei der Dritten Mannschaft. Diese gastiert am Sonntagmorgen (Anstoß 11.00 Uhr) in der Freudenberger Wending und trifft dort auf den Spitzenreiter Fortuna Freundberg III. Die „Flecker“ haben derzeit vier Punkte Vorsprung auf die Könsgen – Elf, die Rang drei belegt (bei einem Spiel weniger als der Tabellenzweite Obersdorf / Rödgen II). Mit einem Sieg könnten die „Schneeweißen“ also bis auf einen Punkt an den Tabellenführer rankommen. Mit dem Ziel „dreifacher Punktgewinn“ reisen die „Bomber der Kreisliga“ am Sonntag zum Auswärtsspiel und werden versuchen, die stolze Zahl von 120 Treffern weiter in die Höhe zu schrauben. Selbst wenn es mit dem Meistertitel nichts werden sollte, hat die „Dritte Welle“ eine super Saison gespielt. Schade dabei ist, dass in dieser Saison der Zweite wahrscheinlich weder direkt, noch über eine Relegation aufsteigen wird, da nach aktuellem Stand drei Siegerländer Teams die Bezirksliga verlassen müssen. Aber vielleicht geschieht ja noch ein kleines (Fußball-)Wunder ein paar Etagen höher….