Aufs „Spitzen-Trio“ folgt das Schlusslicht: Erste bei den “Hicken” / Zweite in Feudingen / Dritte Welle am Henneberg

An den letzten drei Wochenenden hatte der Spielplan dem TSV Weißtal Spiele gegen Spitzenteams beschert. Aus diesen schweren Aufgaben konnte die Henneberg-Elf stolze sieben Punkte verbuchen. Am kommenden Sonntag müssen die Weißtaler nun bei einem „Kellerkind“ ran.

Hier sind die Grundtugenden gefordert, wie Spielertrainer Konni Volz verrät: „Die SG Hickengrund kommt über die Physis, zudem kann es in Holzhausen durchaus mal hitzig werden. Dort heißt es, den Kampf anzunehmen und dagegen zu halten. Mit Schönspielerei gibt es dort nichts zu holen.“

Auch wenn die „Hicken“ vermeintlich mit einem Bein in der A-Kreisliga stehen (bei noch sechs ausstehenden Spielen neun Punkte Rückstand aufs rettende Ufer, dazu die schlechtere Tordifferenz), will Volz gar keinen Schlendrian aufkommen lassen. „Es braucht niemand zu glauben, dass man dort im Vorbeigehen gewinnt. Als Warnung möchte ich dabei nur an die letzte Saison erinnern, als wir beim weit abgeschlagenen FC Phoenix Halver verloren und beim zweiten klaren Absteiger SW Breckerfeld mit Mühe und Not einen Punkt „hingewürgt“ haben. Da hatten wir auch geglaubt, es ginge mal ganz locker.“

Schützenhilfe für einen Siegerländer Mitstreiter ist also nicht zu erwarten? „Ich freue mich ehrlich gesagt, über jedes Team aus dem heimischen Kreis, das in der Bezirksliga spielt. Gerade ein Spiel in Hickengrund vor vielen Zuschauern und in einer oftmals hitzigen Atmosphäre ist immer wieder ein Erlebnis. Ich würde mich freuen, wenn sie wie in den Vorjahren auch, den Klassenerhalt noch schaffen würden. Vielleicht gibt es ja noch ein „kleines Fußballwunder“. Aber wir schenken kein Spiel her, egal gegen wen. Zum einen verbietet das der faire Wettbewerb, zum anderen spielt man Fußball, um zu gewinnen. Wer uns schlagen will, muss sich das verdienen, bzw. erarbeiten. Geschenke verteilen wir also nicht.“ Zumal sich die „Schneeweißen“ selbst noch Ziele gesetzt haben: „Ganz oben ranzukommen dürfte nur noch sehr schwer zu realisieren sein. Wir haben aber gezeigt, dass wir gegen die Spitzenteams gut mithalten können. Unser Ziel ist es daher, den dritten Rang, den wir derzeit belegen, zu halten und am Saisonende als beste Siegerländer Mannschaft über die Ziellinie zu kommen. Dafür müssen wir punkten, egal gegen wen. Eiserfeld und Salchendorf sitzen uns dicht im Nacken.“

Dass jeder seiner Jungs verstanden hat, dass es auch gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich nur mit Vollgas geht, darauf hofft der Spielertrainer. „Ich gehe mal davon aus, dass jeder begriffen hat, dass man mit 80 Prozent Einsatz keine Spiele gewinnt. Diese Erfahrung haben wir im Laufe der Saison leider schon ein paar Mal machen müssen und ich hoffe, dass an dieser Stelle ein Lerneffekt stattgefunden hat.“

Ob Volz, der bekanntlich immer mit „Vollgas“ vorangeht, ins Geschehen eingreifen kann, ist noch fraglich. Er ist angeschlagen. Definitiv wird „Kapitän“ Daniel Singhateh fehlen, der eine Gelb/Rot-Sperre absitzt. Weiterhin verzichten muss das Trainerteam auf die Langzeitverletzten Lars Schardt und Kevin Wacker.

Während die Erste einen Gegner aus dem Tabellenkeller hat, hängen für die Zweite Mannschaft die Trauben hoch. Sie gastiert beim Drittplatzierten, dem SV Feudingen, der zumindest Platz zwei noch im Auge haben dürfte.

Die dritte Mannschaft schickt sich an, die Serie von fünf Siegen in Folge weiter auszubauen und schielt dabei noch mit einem Auge Richtung Tabellenspitze. Das Team von Spielertrainer Daniel Könsgen genießt am Sonntag als einziges TSV-Team Heimrecht und das zur „Primetime“ um 15.00 Uhr. Zu Gast ist die Zweitvertretung des SSV Meiswinkel / Oberholzklau.