Später Ausgleich von D`Aloia / Reserve 1:1 im Derby / Dritte gewinnt 9:0!

TSV Weißtal – SC Drolshagen 2:2
Das Spitzenspiel des Tabellendritten TSV Weißtal gegen den Rangzweiten SC Drolshagen endete nach 96 hochintensiven, manchmal auch äußerst ruppigen Minuten mit einem 2:2-Unentschieden, was den beiden Bezirksliga-Topteams tabellarisch nicht so richtig weiterhilft.

Als moralischer Sieger ließen sich hernach aber trotzdem die Fusionskicker aus Rudersdorf und Gernsdorf feiern, die immerhin über eine Stunde mit einem Mann weniger auskommen mussten und mit Daniel Singhateh ihren Kapitän früh verloren. Hätten die „Dräulzer“ ihre 2:1-Führung über die Runden gebracht, hätten wohl alle Anwesenden unter den 207 Zuschauern am „Henneberg“ bei der Gelb-Roten Karte von der spielentscheidenden Situation gesprochen. Vier Fouls, darunter eine Grätsche an der Mittellinie und dann schlussendlich die Attacke gegen SCD-Keeper Tom Gummersbach, waren zuviel der „Herrlichkeit“, nach 35 Minuten war richtigerweise Schluss für Daniel Singhateh.

„Das ist ärgerlich. Er rutscht weg und geht dann in den Torwart. Aber trotzdem ist es ein klares Foul“, konstatierte auch Weißtals Spielertrainer Konstantin Volz, der selbst nach 20 Minuten an einer ganz unglücklichen Szene beteiligt, aber schuldlos war: Sebastian Wasem kam nach einem Zweikampf mit Volz auf dem Kunstrasen auf und verdrehte sich sein Knie. Das sah böse aus, der spielende „Co“ der „Dräulzer“ musste ausgewechselt werden.

Bis dahin hielt das Verfolgerduell durchaus das, was es versprach: Beide Mannschaften ließen die Kugel gut laufen, wobei aber nur eine echte Torchance heraussprang, als SCD-Angreifer Mike Schwarz einen Kopfball freistehend aus sechs Metern nicht setzen konnte. „Weißtal ist provokativ ganz extrem hart eingestiegen“, befand Holger Burgmann, der Trainer der Gäste, nicht zu Unrecht. „Drolshagen hat aber auch nicht zurückgesteckt“, entgegnete derweil Volz, dessen Truppe fünf Minuten vor der Halbzeit durch Luca D‘Aloia erstmals richtig gefährlich wurde. Insgesamt übten sich die Kontrahenten nach dem „Wasem-Aus“ dann aber immer wieder in unzähligen Zweikämpfen gepaart mit vielen Nickligkeiten. Einige Spielunterbrechungen waren die Folge und Referee Oguzhan Gülacan hatte gewiss schon deutlich einfache Partien zu leiten als diese. Er pfiff insgesamt sehr gut, lag aber einmal – beim 2:1-Führungstreffer der Sauerländer – richtig daneben.

Hatte die Burgmann-Elf im ersten Durchgang mehr Ballbesitz verzeichnet, so änderte sich dies direkt nach dem Wechsel überraschenderweise. Die zehn-Mann-starken Weißtaler hatten nach Wiederbeginn mehr vom Spiel und kamen durch Steffen Heimel, der sich toll über seine rechte Seite durchsetzte und Gummersbach auch noch tunnelte zum 1:0 (55.). Doch Drolshagen antworte prompt: Mike Schwarz tankte sich über außen durch und die Hereingabe semmelte Philipp van Gerven zum Ausgleich ins Netz. Das war 180 Sekunden nach der Führung der Heimelf, die nun von Minute zu Minute mehr in die eigene Spielhälfte gedrängt wurde, sich aber auf Keeper Marcel Schneider verlassen konnte, der bei der größten Möglichkeit Drolshagens durch Christian Rieder (60.) klasse parierte.

So ganz überraschend kam die Führung des Tabellenzweiten nach 77 Minuten also nicht, war aber trotzdem sehr bitter für die „Schneeweißen“, da Eike Pfeiffer eineinhalb Meter im Abseits stand, nicht zurückgepfiffen wurde und Sinan Kesen einsetzte, der zum 1:2 einschob.

Weißtal hatte zwar durchaus auch Räume für Konter, spielte aber fast immer zu unpräzise. Fast! Denn nach 84 Minuten steckte Heimel durch auf Jan-Michael Moses, in dessen Hereingabe grätschte Luca D‘Aloia und besorgte mit der Schuhspitze den Ausgleich (84.), der hernach zugab: „Es sah nicht mehr so aus, als würden wir noch zurückkommen. Aber ich habe dran geglaubt. Jetzt sind wir einfach nur glücklich.“ Sein Trainer resümierte: „Wenn man 60 Minuten in Unterzahl gegen eine so hochklassige Mannschaft spielt, dann ist man mit dem Ergebnis hochzufrieden. Das ist ein Riesenerfolg für die Mannschaft und für die Moral.“

Schiedsrichter: Oguzhan Gülacan (VfB Altena) – Zuschauer: 207
Tore: 1:0 Steffen Heimel (55.), 1:1 Philipp Van Gerven (58.), 1:2 Sinan Kesen (77.), 2:2 Luca D`Aloia (84.)
Platzverweise: Gelb-Rot gegen Daniel Singhateh (34./TSV Weißtal)

Hier gibts die Videos zum Spiel.

Und hier auch eine Bildergalerie.

TSV Weißtal II – TSG Adler Dielfen 1:1
„Es war ein typisches Derby, das mehr über den Kampf als über Torraumszenen ging“, sagte Weißtals Spielertrainer Marek Gajdzis, der sich nach 24 Minuten einwechselte und in der 66. Minute per Freistoß die Gästeführung durch Lukas Groos (15.) ausglich. „Wir hatten zwar mehr Spielanteile, aber kaum zwingende Torchancen – während Dielfen gut und aufmerksam verteidigt hat, fehlte uns die Leichtfüßigkeit“, so Gajdzis.

Schiedsrichter: Andreas Fürstenau 
Tore: 0:1 Lukas Groos (15.), 1:1 Marek Gajdzis (66.)

(Quelle: fupa.net/suedwestfalen und Siegener Zeitung)

SG Oberschelden II – TSV Weißtal III 0:9

Durch den haushohen und ungefährdeten 9:0-Sieg bei der Reserve der SG Oberschelden hat sich unsere Dritte Welle auf einen hervorragenden dritten Platz in der D-Kreisliga vorgeschoben.  Marco Meiswinkel (4. und 31.), Hermann Reich (20.), Martin Schlemper (30. und 75.), Felix Schwunk (49.), Fabian Grützmann (82.), Dennis Neef (86.) und Julian Ax (90.) netzten für das Könsgen-Team ein.