Erste verliert bei LWL deutlich mit 3:6

Unsere 1. Mannschaft das das Auswärtsspiel beim SC LWL mit 3:6 verloren.

Hier dier Spielbericht von fupa.net:

In der vorgezogenen Samstagspartie des 20. Spieltags in der Bezirksliga gewann der SC Listernohl-Windhausen-Lichtringen gegen den TSV Weißtal deutlich mit 6:3 (1:1) und machte – zumindest vorübergehend bis Sonntag Nachmittag – einen großen Satz von Platz 15 auf Rang neun und hat die Abstiegsplätze verlassen. Die Gästen verpassten es hingegen, sich weiter an das Spitzenduo aus Ottfingen und Drolshagen heranzupirschen, die sich morgen am „Siepen“ im Tophit gegenüberstehen.

Warum der Weißtaler Spielertrainer Konstantin Volz zuletzt immer wieder betonte, keine Ansprüche in Sachen Meisterschaft zu stellen, konnten die nur 63 Zuschauer nach 93 intensiven, packenden und sehr ordentlichen Minuten durchaus nachvollziehen. Denn was sich die „Schneeweißen“ im Abwehrverbund an Pass- und Stellungsfehlern, aber auch an Zweikampfschwächen leisteten, hatte mit „Bezirksliga-Spitze“ nichts tun. „Wenn du wirklich was reißen willst, dann muss eine andere Defensivleistung an den Tag gelegt werden, denn wir sind immer in der Lage Tore zu erzielen. Wir haben bei allen Gegentreffern viel zu individuelle viele Fehler gemacht, das war sehr löchrig und wir haben LWL viel zu viele Räume gegeben“, resümierte Volz, der von einer verdienten Niederlage sprach, die allerdings nicht nötig gewesen wäre.
Denn die Gastgeber zeigten im gesamten Spielverlauf zwar, welch ungemeines Offensivpotenzial in ihnen steckt, offenbarten aber ebenfalls gravierende Schwächen in der Rückwärtsbewegung. „Das war wie im Hinspiel eine Achterbahnfahrt, wobei es zum Glück her am Ende zum Glück deutlich wurde, obwohl es ein ausgeglichenes Spiel war. Wir haben heute unsere Chancen weggemacht, hatten aber sicherlich in ein paar Situationen auch Glück. Ich hab meinen Jungs vor dem Spiel gesagt, dass eventuell heute eine von zwei Serien reißen kann und wir natürlich endlich wieder gewinnen wollen.“
Genau 167 Tage war es her, dass die Sauerländer zuletzt jubeln durften, während die Siegerländer nach elf Partien noch einmal den Platz als Verlierer verlassen mussten, die nach 20 Minuten durch Daniel Singhateh aus 17 Metern in Führung gingen, wobei Keeper Jannik Decker keine gute Figur abgab. Dieses 0:1 kam überraschend, denn die Heimelf legte in der Anfangsphase los wie die Feuerwehr, presste die Fusionskicker aus Gernsdorf und Rudersdorf schon am eigenen Strafraum, die damit – und mit dem schnellen, in die Jahre gekommen Kunstrasen – nicht zu recht kamen. Sebastian Arens hatte nach fünf Minuten die erste riesige Gelegenheit, scheiterte aber an Marcel Schneider. Nach genau einer Viertelstunde visierten dann auch die Weißtaler erstmals das LWL-Gehäuse an: Der Freistoß von Marius Kühn war gut, aber nicht gut genug und ging wenige Zentimeter am Winkel vorbei, bevor Kapitän „Locki“ die Gäste in Front brachte.
Dieses Gegentor hinterließ Spuren bei der Jaworski-Truppe, die urplötzlich jegliche Aggressivität und Kommunikation einstelle und dermaßen riesige Löcher hinterließ, sodass der TSV durch Nico Hermann (24.), Luca D`Aloia (26.) und Singhateh (35.) zu drei exzellenten Möglichkeiten kam, jedoch in Abwesenheit des verletzten Torjägers Lars Schardt (Kiefer angebrochen) nicht traf und so seine stärkste Phase nicht mit dem 0:2 vergoldete, was sich rächen sollte. Zwei Minuten vor der Pause – die Begegnung hatte sich nun ein wenig beruhigt – stachen die Gastgeber dann doch noch zu: Dennis Busenius steckte das Leder zu Marlon Klein durch, der cool aus acht Metern das lange Eck anvisierte und egalisierte. 1:1 – das war der letztlich gerechte Halbzeitstand!
Aus den Kabinen kamen LWL dann deutlich besser und führte nach nur neun gespielten Minuten plötzlich mit 3:1. Rene Sangermann, nach 37 Minuten für den verletzten Spielführer Sebastian Arens ins Rennen geschickt, schlenzte die Kugel aus etwa 14 Metern wunderschön ins lange Eck (48.) und Busenius nutzte einen Konter (54.) zum 3:1. Da präsentierte sich die Volz-Truppe wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen, die durch Jan-Michael Moses direkt nach dem 2:1 den Ausgleich verpasste, im direkten Gegenzug nach dem 3:1 aber durch Luca D`Aloia, der aus vier Metern einschob, verkürzte.
Nun waren die Rollen klar verteilt: Weißtal bekam den Ballbesitz übertragen und Listernohl suchte sein Heil im schnellen Umschaltspiel nach Ballgewinn in der eigenen Hälfte, was der jungen Elf bekanntlich liegt. Doch hier zeigte sich dann auch, warum LWL zuletzt bis auf den vorletzten Platz abgerutscht war: Sangermann und Christian Florath scheiterten mit einer Doppelchance an Schneider (61.) und Busenius-Heber aus 17 Metern über den herausstürzenden TSV-Keeper ging neben das Tor. Was für riesige Möglichkeiten – aber halt auch ein Spiegelbild der laufenden Saison!
Abermals mit gehöriger Unterstützung der Weißtaler Defensive, die Sangermann bei einem Freistoß von der Außenlinie völlig blank sieben Meter vor dem eigenen Gehäuse ließ, gelang dem eingewechselten Offensivspieler sein zweites Tor des Tages per Kopf ins lange Eck (67.) und das 4:2. Sodann prägten viele Zweikämpfe und Nickligkeiten die Szenerie, der Spielfluss lahmte, Weißtal erarbeitete sich ein Übergewicht, verpasste durch die eingewechselten Burak Yildiz (75./Außennetz) und Daniel Novakovic (79./scheitert an Decker) den Anschluss, bekam einen Elfmeter nach einem Foul an D`Aloia nicht zugesprochen, bevor Spielertrainer Volz höchstpersönlich – mit voller Wucht aus elf Metern – zum 4:3 traf und die Hoffnungen seiner Truppe noch einmal nährte.
Das allerdings nur für ganze fünf Minuten, denn die eh schon löchrige Abwehr der Gäste musste natürlich aufgelöst werden, was zu jeder Menge Platz für die flotten LWL-Angreifer führte. Busenius bekam den Ball in den Lauf gespielt, Schneider eilte übermotiviert 35 Meter aus seinem Kasten heraus – ohne Chance das Spielgerät zu erreichen – und der Angreifer konnte ungehindert zum 5:3 einstielen. Damit war der Wille der Siegerländer gebrochen, der Torhunger der Sauerländer allerdings noch nicht: Sangermann bekam 40 Meter vor dem Tor nach einer verunglückten Schneider-Grätsche die Kugel auf den Fuß serviert und lupfte fast von der Mittellinie aus zum umjubelten 6:3 ins Netz ein!
„Ich bin langsam wieder richtig fit, sodass ich auch wieder meine Leistung abrufen kann. Heute hat natürlich alles gepasst, gerade das letzte Tor aus dieser Entfernung macht man natürlich nicht jeden Tag. Wir konnten heute endlich über zwei Halbzeiten das abrufen, was wir uns auch vorstellen, auch wenn wir im ersten Durchgang nach dem 0:1 einen Hänger hatten. Das 1:1 vor der Pause war ganz wichtig, wir wollten dann weiter vorne drauf gehen und endlich wieder unser Spiel aufziehen, was uns gelungen ist. Gottseidank sind wir jetzt erst einmal vom Abstiegsrang herunter“, freute sich Sangermann dementsprechend, der mit seinem Dreierpack zum Matchwinner wurde.
Schiedsrichter: Karsten Schebesta – Zuschauer: 63
Tore: 0:1 Daniel Singhateh (20.), 1:1 Marlon Klein (43.), 2:1 Rene Sangermann (48.), 3:1 Dennis Busenius (54.), 3:2 Luca D`Aloia (55.), 4:2 Rene Sangermann (67.), 4:3 Konstantin Volz (80.), 5:3 Dennis Busenius (86.), 6:3 Rene Sangermann (90.+2)

Fieberkurve
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